Wer zahlt, wenn der Abfluss verstopft ist?

Die Frage, wer die häufig notwendige Spezialfirma bezahlen muss, wenn in einer Mietwohnung der Abfluss von Dusche, Badewanne oder Toilette verstopft ist, lässt sich nicht so einfach beantworten. Der Mieter muss jedenfalls nur zahlen, wenn die Verstopfung auf sein Verschulden zurückzuführen ist. Die Beweislast hierfür obliegt dem Vermieter.

http://vermieter-notruf.de/2016/01/verstopfter-abfluss-wer-zahlt/

Darf der Mieter Haustiere in der Mietwohnung halten?

Grundsätzlich gehört auch die Haltung von Haustieren, auch ohne explizite Regelung im Mietvertrag, zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung. Bei Kleintieren, zu denen bspw. auch Katzen gehören, ist eine Untersagung der Tierhaltung regelmäßig nicht zulässig.

Wurde die Tierhaltung nicht wirksam verboten, bedarf es erheblicher Gründe, warum sie unzulässig sein soll. Dabei werden die Interessen von Vermieter und Nachbarn gegen die des Mieters abgewogen.

Wann kann man fristlos kündigen?

Sowohl der Mieter als auch der Vermieter können das Mietverhältnis fristlos kündigen, § 543 BGB. Diese Kündigung ist aber nach den Worten des Gesetzes außerordentlich, bedarf also einer ganz besonderen Begründung, wenn man dem Vertragspartner den Schutz einer Kündigungsfrist nehmen will.

Welche Kündigungsfristen gelten für Vermieter?

Hinsichtlich der Vermieterkündigung gilt im Wesentlichen dasselbe wie für die Mieterkündigung. Der Vermieter muss aber bei längeren Mietverhältnissen auch längere Kündigungsfristen wahren. Konkret beträgt die Frist nach fünf Jahren Laufzeit des Mietvertrags sechs Monate, nach acht Jahren neun Monate.

Daneben ist aber unter besonderen Voraussetzungen auch eine fristlose Kündigung möglich, bei der gerade keine Frist einzuhalten ist.

Was ist das Vermieterpfandrecht?

Das Vermieterpfandrecht (§§ 562 bis 562d BGB) erlaubt es dem Vermieter, die Sachen des Mieters, die dieser in die Wohnung eingebracht hat, zu pfänden, um sicherzustellen, dass offene Forderungen aus dem Mietverhältnis beglichen werden.

Da die wenigsten Mieter erhebliche Wertgegenstände in ihrer Wohnung verwahren und Mobiliar, Schmuck und Elektrogeräte heute meist unpfändbar sind oder gebraucht kaum noch einen Wert haben, spielt das Vermieterpfandrecht in der Praxis kaum eine Rolle. Die Absicherung des Vermieters erfolgt daher eher über eine Kaution (Mietsicherheit).